Auftraggeber
TriWiCon

Zeitraum
Aug 14 - Feb 15

Umbauter Raum
155.000 m³

Ausführungsart
Rückbau, Schadstoffsanierung

Besonderheiten
Asbest schwach und fest gebunden, PAK, KMF, PCB, BTEX

Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden

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Deutschlands Internisten haben immer in den Rhein-Main-Hallen getagt und auch Hans-Joachim Kulenkampff gastierte dort 20 Mal mit seiner legendären TV-Sendung „Einer wird gewinnen“. Wie sich herausgestellt hat, weinen aber nur wenige der Vergangenheit nach, da bereits im August 2014 der Abbruch begonnen hat.

Im Jahr 2012 hat die Wiesbadener Stadtverordnetenversammlung über den Abriss und Neubau der Rhein-Main-Hallen entschieden. Ziel ist es, die jetzigen Rhein- Main-Hallen aus den 1960er Jahren, durch ein modernes Kongress- und Veranstaltungszentrum mit rund 20.000 m² Nutzfläche zu ersetzen. Fast 180 Millionen Euro lässt sich die Stadt Wiesbaden das Projekt kosten.

Mit dem dafür notwendigen Rückbau der Gebäudesubstanz und der Flächenentsiegelung wurde die BST Becker Sanierungstechnik GmbH aus Oberhausen im Juli 2014 als Generalunternehmen von der Stadttochter TriWiCon beauftragt.

Unter der Regie von Bauleiter Detlef Schmeichel und Polier Peter Schmitz werden alle notwendigen Entkernungsleistungen und Schadstoffsanierungen sowie der Ausbau und die Demontage von technischen Anlagen und notwendigen Zwischensicherungsmaßnahmen am Gebäude durchgeführt.
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Der gesamte Abbruchumfang beträgt ca. 195.000 m³ umbauter Raum. Nach der fortlaufenden Entkernung wurden die im Gebäude vorhandenen Bauschadstoffe vor dem eigentlichen Gebäuderückbau entfernt und ordnungsgemäß entsorgt.

Das Tragwerk der Rhein Main Hallen besteht aus einer Stahlbetonskelettkonstruktion. Für den Rückbau der Gebäudesubstanz wurde nach dem Verfahren des selektiven konventionellen Rückbaus vorgegangen.

Wegen der zentralen Innenstadtlage der Rhein-Main-Hallen, legten die Bauherrn für die Rückbauarbeiten besonderes Augenmerk auf das sorgfältig ausgearbeitete Lärm-, Staub,- und Erschütterungskonzept der Fa. BST Becker Sanierungstechnik.

Hier wurden insbesondere organisatorische Maßnahmen wie Rückbaureihenfolge der Gebäude und logistische Anbindung des Baustellenverkehrs an die innerstädtischen Gegebenheiten umgesetzt, aber auch objektbezogene Maßnahmen wie feste und mobile Staubschutzwände, modernste Abbruchgeräte mit Wasserbedüsungsanlagen und ein Erschütterungsmonitoring wurden berücksichtigt. Insbesondere die nahegelegene Kita Einrichtung wurde mittels einer eigenen Staub- und Lärmschutzwand geschützt.

Ausgewähltes, geschultes und erfahrenes Personal sowie moderne Großgeräte wie Hitachi ZX470 LF, ZX 470, zwei ZX350, ZX280, ZX250, ZX225, ZX135, ZX85, Caterpillar CAT330, CAT329, CAT320 mit entsprechenden hydraulischen Anbaugeräten kommen hier für den selektiven Rückbau in der Innenstadt zum Einsatz.
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Präzise bediente der Mann am Schalthebel den breiten Greifer und pflückte Stück für Stück der Metallverkleidung von der Dachabdeckung ab. Der könnte bei ‚Wetten dass…?‘ mitmachen.

Zur großen Freude seitens der TriWicon wurde der erste Bauabschnitt termingerecht am 30.11.2014 dem Bauherrn übergeben. Sämtliche Massenbewegungen und Entsorgungsleistungen wurden bis dato mit heimischen Unternehmen abgewickelt. Zurzeit arbeitet die Truppe von Detlef Schmeichel akribisch an der Einhaltung des Endtermins für den zweiten und letzten Bauabschnitt. Aber auch dieser Termin sollte dank der guten Zusammenarbeit und harmonischen Stimmung untereinander nicht gefährdet sein.
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Nach dem bis dato „geräuschlos“ erfolgtem oberirdischen, selektiven Rückbau durch die Fa. BST Becker Sanierungstechnik erfolgt nun der Rückbau der Gebäudefundamente. Die gesamte Rückbaumaßnahme wird nach aktuellem Terminplan bis März 2015 abgeschlossen sein.

Der Neubau der neuen Rhein-Main-Hallen beginnt Anfang des Jahres 2015 und soll bis Ende 2017 abgeschlossen sein. Das neue Veranstaltungszentrum soll auf rund 20.000 Quadratmetern Veranstaltungsfläche Platz für bis zu 10.000 Personen bieten – verteilt auf verschiedene Hallen und Säle inklusive einer integrierten Multifunktionshalle mit bis zu 5.000 Plätzen und einer Tiefgarage mit 1000 Plätzen.
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